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Die Meereshöhlen von Kap Greco: Zyperns fotogenster Freitauchplatz

4. Januar 2026·6 Min. Lesezeit
Die Meereshöhlen von Kap Greco: Zyperns fotogenster Freitauchplatz

Kurzinfos

Tiefe
3-12m
Sichtweite
20-40m
Schwierigkeit
Anfänger
Beste Saison
April - November
Wassertemp.
18-28°C
Zugang
Ufereinstieg (kurzes Schwimmen)

Die Meereshöhlen am Kap Greco sind dort, wo Instagram-Träume auf die Freitauch-Realität treffen. Diese natürlichen Kalksteinformationen, über Jahrtausende vom Mittelmeer geformt, erschaffen eine otherworldische Unterwasserlandschaft, die Besucher aus der ganzen Welt anzieht.

Was macht Kap Greco besonders

Die Meereshöhlen am Kap Greco gehören zu den zugänglichsten und visuell beeindruckendsten Tauchplätzen im Mittelmeer und sind damit perfekt für Freitaucher aller Erfahrungsstufen. Anders als tiefe Wrackplätze ermöglichen diese Höhlen die Magie der Unterwassererkundung in Tiefen, die für Anfänger komfortabel sind, während sie erfahrenen Tauchern dennoch Herausforderungen bieten.

Die Höhlen befinden sich im Nationalpark Kap Greco, einem Schutzgebiet, wo die dramatischen weißen Kalksteinklippen in unmöglich blaues Wasser stürzen. Über der Oberfläche ist die Landschaft beeindruckend. Darunter ist sie transformierend.

Das Höhlensystem

Die Höhlen reichen von kleinen Durchschwimmstellen bis zu größeren Kavernen mit mehreren Eingängen. Am beliebtesten sind:

  • Die Kathedrale: Eine größere Kaverne mit Lichtstrahlen, die durch Risse von oben eindringen
  • Liebesbrücken-Höhle: Ein Durchschwimm unter dem berühmten natürlichen Bogen
  • Blauer Raum: Benannt nach dem ätherischen blauen Licht, das die Kammer erfüllt

Die Geologie ist uralt. Diese Kalksteinformationen sind Millionen Jahre alt, zuerst durch geologische Kräfte geformt und dann von unzähligen Wellen geglättet. Das Ergebnis sind glatte, abgerundete Passagen und dramatische Überhänge, die perfekte Rahmen für Unterwasserfotografie schaffen.

Freitauchbedingungen

Die Höhlen sind bemerkenswert nachsichtig für Freitaucher:

  • Tiefe: Die meisten Höhlen liegen zwischen 3-8 Metern, einige erstrecken sich bis 12m
  • Sicht: Typischerweise 25-40 Meter—einige der klarsten Gewässer Zyperns
  • Strömung: Generell minimal in den Höhlen
  • Temperatur: Warmes Mittelmeerwasser (22-28°C im Sommer)

Die geringen Tiefen bedeuten, dass Sie mehrere Tauchgänge machen können, ohne sich zu erschöpfen, perfekt für Fotografie oder einfach zum Genießen des Erlebnisses. Selbst bei einem einzigen Atemzug haben Sie Zeit zu erkunden, zu beobachten und zu würdigen.

Meeresbewohner

Erwarten Sie hier keine großen Hochseefische—diese Höhlen bieten Atmosphäre statt Begegnungen mit großen Tieren. Aber schauen Sie genau hin und Sie werden finden:

  • Riffbarsche, die zwischen Felsen huschen
  • Schriftbarsche, die im Schatten lauern
  • Oktopusse, die sich in Spalten verstecken
  • Seeigel, die die Felsen bedecken
  • Muränen, die gelegentlich aus Löchern lugen

Die wahre Attraktion ist die Umgebung selbst: das Spiel von Licht durch Wasser, die Art, wie Sonnenstrahlen durch die Höhlenöffnungen dringen, das Gefühl, durch geologische Zeit zu schweben.

Beste Besuchszeit

Die Höhlen sind das ganze Jahr über betauchbar, aber die Bedingungen variieren:

  • Mai-Oktober: Ruhigste See, wärmstes Wasser (24-28°C), beste Sicht
  • April & November: Kühler aber oft hervorragende Sicht, weniger Menschenmengen
  • Winter: Möglich aber See kann rau sein; Bedingungen sorgfältig prüfen

Früher Morgen bietet das beste Licht für Fotografie, wenn der Sonnenwinkel dramatische Strahlen durch die Höhlenöffnungen erzeugt. Später Nachmittag bringt eine goldene Qualität ins Wasser.

Zugang

Der beliebteste Einstiegspunkt liegt in der Nähe des Liebesbrücken-Parkplatzes. Ein kurzer Weg über felsiges Gelände führt zu mehreren Einstiegspunkten:

  1. Ufereinstieg: Einfachster Zugang, hineingehen von Felsplattformen
  2. Sprungeinstieg: Von der Liebesbrücke selbst (Bedingungen prüfen)
  3. Boot: Einige Anbieter fahren Touren vom Hafen Ayia Napa

Der Ufereinstieg erfordert etwas Felsklettern, aber nichts Technisches. Wasserschuhe sind unverzichtbar—die Felsen sind rau für bloße Füße.

Tipps für das Freitauchen in den Höhlen

  1. Früh kommen: Meiden Sie die Menschenmengen und nutzen Sie das beste Licht
  2. Buddy mitbringen: Unverzichtbar für die Sicherheit in Überkopf-Umgebungen
  3. Tauchboje verwenden: Markieren Sie Ihre Position für Boote
  4. Umwelt respektieren: Nicht berühren, nichts mitnehmen
  5. Bedingungen prüfen: Selbst leichter Wind kann Schwell in Höhlen erzeugen

Die Höhlen liegen in einem Schutzgebiet. Befolgen Sie Leave-No-Trace-Prinzipien und denken Sie daran, dass diese Formationen Jahrtausende brauchten, um zu entstehen.

Hinweise zur Fotografie

Diese Höhlen sind ein Fotografenparadies:

  • Weitwinkel unverzichtbar: Fangen Sie die Höhlenumgebung ein
  • Gegen das Licht fotografieren: Positionieren Sie sich mit der Höhlenöffnung hinter Ihrem Motiv
  • Silhouetten wirken wunderschön: Ein Freitaucher vor dem blauen Höhleneingang
  • Morgenlicht ist magisch: Sonnenwinkel erzeugen Strahlen durch Öffnungen
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